Dorothea Marx zum Internationalen Frauentag: Lohndiskriminierung muss aufhören – Frauen verdienen mehr

Veröffentlicht am 06.03.2020 in Gleichstellung

 „Auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung geht es nach wie vor nicht schnell genug voran, erklärt die Sondershäuser Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein unbedingtes Muss. Es ist eine Schande für ein Land wie Deutschland, dass Frauen immer noch im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer verdienen, so Marx. Hinzu kommt, dass mehr als zwei Drittel der Niedriglöhner in Deutschland Frauen sind. Durch diese Ungleichbehandlung sind die Folgen für die Frauen gewaltig, denn eine existenzsichernde Rente kann nicht aufgebaut werden.

„Gleichstellungspolitik ist Gesellschaftspolitik. Deshalb täte Deutschland gut daran, diese Schieflage schnellstmöglich abzustellen“, so Marx weiter. Nach der Einführung des Mindestlohnes müsse auch der „Dienst am Menschen“ deutlich mehr wertgeschätzt und besser entlohnt werden. Viele Frauen arbeiten in den sogenannten personenbezogenen Dienstleistungsberufen, z.B. in der Pflege. Hier sei eine faire und bessere Bezahlung dringend geboten.

Unverzichtbarer Dreh- und Angelpunkt für einen größeren Nachdruck bei der Umsetzung der Gleichstellung bleibe eine angemessene Repräsentanz aller Geschlechter in den Parlamenten. „Wenn es 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts immer noch Fraktionen wie aktuell die Landtagsfraktionen von CDU und AfD gibt, die weniger als 10% Frauen in ihren Reihen haben, ist es an der Zeit, auch dafür verbindliche Regeln zu schaffen.“

 

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