Achtung vor dem Kontrahenten auch in Wahlkampfzeiten

Veröffentlicht am 17.03.2006 in Allgemein

Was für den Fußball gilt, gilt auch für die Politik: Ein Kontrahent greift nur dann zu unfairen Mitteln, wenn ihm eine Niederlage droht! Wenn er sich seiner Sache sicher ist, kann er ritterlich auf Fouls verzichten.

Meine Chancen, als SPD-Landratskandidat am 7.Mai ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, sind folglich gar nicht so schlecht. Warum sonst sollte Meister Blümel zum verbalen Tiefschlag ausholen ? Überraschen kann dieser verbale Ausrutscher meines Kreistagskollegen allerdings nicht wirklich. Inhaltliche Auseinandersetzungen waren noch nie seine Stärke.

Blümel kritisiert bei mir einen Mangel an eigenen Inhalten und Positionen. Aber reicht es wirklich aus, einen Wahlkampf ?Pro Altkreis Artern? führen zu wollen, um die komplexen Probleme des Landkreises lösen zu wollen?

Persönlich habe ich mir vier Schwerpunkte für den Wahlkampf und für die angestrebte Arbeit als Landrat gesetzt. Aufgrund der seit Jahren stagnierenden und rückläufigen wirschaftlichen Entwicklung in unserem Landkreis genießt der Komplex Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur dabei absolute Priorität. Im Kern geht es um die Industriegroßfläche bei Artern und der Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (Straße und Schiene). Andere Bereiche, wie der Tourismus und Landwirtschaft, dürfen deswegen nicht vernachlässigt werden. Herr Blümel kritisiert, dass sich Landrat Hengstermann in ähnlicher Weise geäußert hat. Aber ist die eine solche Aussage schon allein deswegen falsch?
Nur mit einem Aufwuchs an Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Region können wir den permanenten Bevölkerungsverlust im Landkreis stoppen und vor allem junge Menschen zum Hierbleiben bewegen. Wer es sich, wie Herr Blümel, allerdings seit Jahren in irgendwelchen Abgeordnetenbüros bequem macht, verliert auf Dauer den Blick für das Wesentliche.

Über den guten Stil lässt sich trefflich streiten, über das Verfälschen von Fakten nicht. Anders als von Herrn Blümel behauptet, habe ich in meiner Nominierungsrede sehr deutliche Worte zu den Grundschulen in Artern bzw. Sondershausen gefunden und dabei nicht mit Kritik an der unausgereiften Entscheidung zu Artern gespart. Wir leben aber nicht mehr in Zeiten des Zentralorgans mit seitenlangen Parteitagsberichten. Daher konnten diese Passagen in der Berichterstattung keine Berücksichtigung finden. Eine einfache Nachfrage hätte jedoch genügt, um den Sachverhalt aufzuklären. Aber lieber wird gepoltert und mit der Wahrheit nicht so genau genommen ?

Auch und gerade in Wahlkampfzeiten sollten wir als Kommunalpolitiker einen fairen Umgang miteinander pflegen. Dies setzt ein Mindestmaß an Achtung vor dem Kontrahenten voraus. Wer dies nicht kann und beherzigt, stellt sich selbst ins Abseits.
In den kommenden Wochen werde ich so oft es geht, das Gespräch mit Menschen im Landkreis suchen. Dabei werde ich in erster Linie zuhören. Zeit für Reaktionen auf ähnlich gehaltvolle Artikel, wie den von Herrn Blümel, bleibt da nicht.

Andreas Räuber
SPD-Landratskandidat

 

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