Frauen verdienen noch immer deutlich weniger als Männer: Dorothea Marx fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Veröffentlicht am 19.03.2015 in Gleichstellung

„Deutschland ist innerhalb der EU eines der Länder, in dem die Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen am größten sind. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt Dorothea Marx, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag anlässlich des Equal Pay Day. Dieser wird am Freitag, dem 20. März 2015, zum achten Mal in ganz Deutschland begangen.

Der Equal Pay Day markiert den Zeitpunkt, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. „Frauen sind in Deutschland mindestens genauso gut ausgebildet wie Männer; sie stellen 51 Prozent der Hochschulabsolventen. Dennoch liegt die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen bei 21,6% im bundesdeutschen Gesamtdurchschnitt“, kritisiert die Landespolitikerin, die auch Mitglied im Landesvorstand der ASF Thüringen ist. Die Schere zwischen den Löhnen von Männern und Frauen schließe sich auch im Laufe des Berufslebens nicht, sondern gehe immer weiter auseinander.

In den letzten Jahren habe sich beim Thema gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit in Deutschland kaum etwas getan. „Die Ankündigungen der Unternehmen, gleiche Löhne zu zahlen, waren zumeist nur Lippenbekenntnisse. Deshalb muss der Gesetzgeber eingreifen. Wir brauchen endlich ein Entgeltgleichheitsgesetz, wie im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD geregelt. Nur so werden die Unternehmen in Deutschland gezwungen, wirklich zu handeln.“, erklärt Marx.


Für das Entgeltgleichheitsgesetz wird ein statistisches Verfahren angewendet, mit dem zuverlässige Informationen über geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Vergütung ermittelt werden können. Betriebsrat und Antidiskriminierungsstelle des Bundes schalten sich im Falle einer nachgewiesenen Ungleichbehandlung ein, um beim Arbeitgeber die Durchsetzung gleicher Bezahlung für gleichartige Tätigkeiten zu verlangen.

 

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