Der Wald der Zukunft – Die Fraktion besucht ihre gepflanzten Rotbuchen im Possenwald

Veröffentlicht am 20.08.2021 in Umwelt & Energie

Bericht von Marc Emmerich (Pressestelle der SPD-Landtagsfraktion)

Inzwischen sind es 31 Jahre, die die Sozialdemokratie im Thüringer Landtag wirken darf. Zur Würdigung hat die Landtagsfraktion im vergangenen Jahr beschlossen, 30 Rotbuchen zu stiften. Denn tatsächlich brauchen Rotbuchen im Durchschnitt 30 Jahre, um „erwachsen“ zu werden.

Trotz Lockdowns inmitten der Corona-Pandemie wurden die Buchen zwar gepflanzt, aber ein größerer Festakt musste ausfallen. Darum haben der Fraktionsvorsitzende Matthias Hey, sein Stellvertreter Lutz Liebscher, die parlamentarische Geschäftsführerin Diana Lehmann, der Erfurter Abgeordnete Denny Möller und die Vizepräsidentin des Thüringer Landtags, Dorothea Marx, die den Possen als Teil ihres Wahlkreises betreut, sich die Buchen in diesem Jahr angesehen und sich gleich über die forstwirtschaftlichen Probleme und den Zustand des Waldes informiert.

Eines kann man hier schon festhalten: Alle 30 Setzlinge sind wohl erhalten und gedeihen sehr gut!

Dennoch sind die Probleme auch im Possen zu spüren, weiß Uli Klüßendorf, Leiter des Forstamtes Sondershausen, zu berichten. Auch der Revierleiter Ralf Hubert und die Vertreter des Vereines „Statt Urwald-Kulturwald am Possen und Hainleite eV“, Dr. Heinz Scherzberg, Albrecht Bracke und Peter Morich haben diese Beobachtungen geteilt. Schließlich musste ein ganzes Waldstück wegen Sturmschäden und der Borkenkäferplage gerodet werden. Im Zuge der „Urwald“-Diskussion der letzten Jahre, haben die Vereinsmitglieder festgestellt, dass es dem Wald nicht hilft, sich vollständig selbst zu überlassen. Die jungen Triebe werden regelmäßig von Wild gefressen, denn in Thüringen herrscht ein zu hoher Wildbestand für den Wald. Deshalb lautet die Strategie: Wiederaufforstung, um einen gesunden Mischwald mit heimischen Arten wiederherzustellen.

Dafür fehlt es allerdings an Personal und an Material, um die bereits vorhandenen Brachen aufzuforsten.

Dieses Problem kann der ThüringenForst allein nicht lösen, denn er ist verschuldet. Die Diskussion, die Schulden durch mehr Holzeinschlag zu bewältigen, greift aber nicht, da viel weniger Holz im Wald vorhanden ist. Der ThüringenForst braucht deshalb langfristige Planungssicherheit, da Aktionismus nicht weiterhilft: Wälder müssen im Einklang mit der Natur behutsam aufgeforstet werden.

Die Abgeordneten der SPD-Fraktion sind sich einig: Der Wald in kein Nischenthema, sondern berührt grundsätzliche Fragen des Klimawandels. Wälder übernehmen wichtige Funktionen gegen Klimawandel: CO2 Speicherung, Erosionsschutz, Naherholungsgebiete, Daseinsvorsorge.

Mit den Buchen hat die Fraktion übrigens genau richtig gelegen: Buchen sind äußerst robust und überstehen Dürren besser als viele andere Arten. Für den Possen und damit für Thüringen haben sie auch eine besondere regionale Bedeutung: Angeblich geht der Ursprung der Blutbuchen auf eine Mutterblutbuche im Possener Wald zurück.

 

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