Kurzatmigkeit schadet Thüringer Tourismus

Veröffentlicht am 11.03.2004 in Arbeit & Wirtschaft

Die Thüringer Tourismuszahlen stagnieren. Die Reaktion darauf sind plumpe Durchhalteparolen seitens der Landesregierung. Thüringen braucht endlich ein klares Konzept, wie der Tourismus wieder angekurbelt wird ? das fordert Christoph Matschie, Ministerpräsidentenkandidat und Vorsitzender der SPD Thüringen.

?Wenn der von Thüringens Tourismusförderern zur ITB ausgetüftelte Thuerathlon für Ausdauer stehen soll, hat das mit der Arbeit der Landesregierung garantiert nichts zu tun.

Die Zahlen des vergangenen Jahres sind ein Armutszeugnis für die CDU-Landesregierung. Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel hat Wachstumsraten von mehr als 5 Prozent ? in Thüringen dagegen brach die Übernachtungsrate ein. Auch die Gästezahl stagnierte im Freistaat.

Besonders problematisch sieht es dazu in unseren Hochburgen aus. Im Dezember 2003 verringerten sich im Thüringer Wald die Übernachtungen um ganze 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kurzatmigkeit, die die CDU-Landesregierung an den Tag legt, schlägt direkt durch. Es fehlt noch immer an einer erkennbaren Imageprofilierung des Thüringer Tourismus. Eine Dachmarke für Thüringen ist nicht zu erkennen, ganz zu schweigen von einer wirksamen Unterstützung zur Qualitätsverbesserung.

Seit Monaten verspricht die Landesregierung ein Tourismuskonzept. Aber Wirtschaftsminister Reinholz steht noch immer mit leeren Händen da. Durch seine Untätigkeit drohen mittlerweile selbst die positiven Effekte der Biathlon-WM in Oberhof zu verpuffen.?

 

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