In ihrer Rede auf dem Kreisparteitag der SPD des Kyffhäuserkreises forderte die Kreisvorsitzende und Kandidatin für den Thüringer Landtag Cornelia Kraffzick ihre Partei auf, den Menschen in Thüringen eine Perspektive zu geben. Lesen Sie hier Auszüge aus der Rede.
Liebe Genossinnen, Liebe Genossen,
?Wer nichts verändern will,wird auch das verlieren
was er bewahren möchte?.
Der ehemaliger Bundespräsident Gustav Heinemann, der diesen Satz prägte, brauchte 23 Jahre, bis er bemerkte, das seine Mitgliedschaft in der CDU ein Irrweg ist, trat 1957 in die SPD ein.
In Thüringen stehen in diesem Jahr 3 Wahlen an, die Europa- und Landtagswahl am 13. Juni und die Kommunalwahlen am 27. Juni.
Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen in Thüringen was verändern damit wir unseren Menschen neue Perspektiven geben können.
Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürger keine 23 Jahre dauernde CDU - Erfahrung zumuten.
Unsere Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Die Modernisierung des Arbeitsmarktes, die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme, die Bewältigung des demographischen Wandels, Innovation und Forschung, all das sind die Aufgaben, die wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten derzeit in Berlin meistern müssen und auch meistern werden.
Wir wollen und müssen eine grundlegende Reform des Bildungswesens in Thüringen beginnen.
- ein Schwerpunkt darin ist - Gemeinsames Lernen bis zu 8. Klasse
- Schule und Wirtschaft besser vernetzen
- umfassender Ausbau schulischer Ganztagsangebote
- Stärkung der Eigenverantwortung der Schulen
Die Sicherung des Standortes Thüringen als innovatives Kerngebiet in Deutschland, verlangt eine Neuausrichtung der Bildungssystems.
Genau wie im Land treten wir Sozialdemokraten auch im Kyffhäuserkreis an, um zu verändern. Wir müssen den Wegzug von jungen Familien stoppen, wir müssen dafür Sorgen, dass unser Kreis die rote Laterne abgibt.
In unserem Kommunalwahlprogramm des Kyffhäuserkreises haben wir im Bereich Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur, im Bereich Soziales, im Bereich Schul- und Bildungspolitik Schwerpunkte gesetzt. Andreas Räuber wird als Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion noch mal ausführlich darauf eingehen. Wir verabschieden heute dieses Wahlprogramm, die Liste mit unseren Kreistagskandidaten haben wir bereits gewählt. In den Städten und Gemeinden sind unsere Genossinnen und Genossen dabei ihre Listen aufzustellen und diskutieren über ihre Wahlprogramme vor Ort. Die Kyffhäuser SPD geht mit guten Leuten und guten Inhalten in den Kommunalwahlkampf. Wir sind als SPD sind die verlässliche und konstante Kraft in unserem Kreis. Dies müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern sagen und um ihr Vertrauen werben.
2002 hatte der neu gewählte KV den Bundestagswahlkampf für Gisela damals noch Schröter finanziell und organisatorisch unterstützt. Aktive Hilfe erhielt unsere Kandidatin von den einzelnen Ortsvereinen. Mit dem thüringenweit zweitbesten Ergebnis wurde Gisela im September 2002 in den Bundestag gewählt. Im Herbst des gleichen Jahres hat sich der Kreisvorstand mit der Gestaltung einer eigenen Internet-Seite für die Kyffhäuser SPD befasst.
Ich möchte auch noch was zur Mitgliederentwicklung im Kyffhäuserkreis sagen, es sieht bei uns ähnlich aus wie in ganz Thüringen.
Wir hatten im Jahr 2003 38 Austritte und im gleichen Zeitraum 10 Eintritte, wir sind zur Zeit 316 Mitglieder im Kyffhäuserkreisverband.
Uns Sozialdemokraten bläst der Wind zur Zeit mächtig ins Gesicht. Ich möchte aber gemeinsam mit euch nach vorn schauen und schlage euch eine Aktion zur Mitgliedergewinnung vor.
Mein Motto lautet: ?4 % in 2004? ? das bedeutet, das unser Kreisverband bis zum Jahreende auf mindestens 330 Mitglieder wächst. Ich bitte alle Ortsvereine sich an dieser Aktion zu beteiligen. Am Ende des Jahres feiern wir alle gemeinsam eine tolle Party und machen vielleicht daraus ?5% in 2005?.
Ich würde diese Idee gern dem neu zuwählenden Kreisvorstand übergeben, in der Hoffnung, dass der Start bald verkündet wird.
Zum Schluss möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen, Doris Schartner, Wilhelm Schreier, Mattias Stretsj zu danken. Ihr werdet nicht für den neuen Kreisvorstand kandidieren aber ich hoffe, dass ihr uns auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.
Bedanken möchte ich mich bei meinen Stellvertretern und allen anderen Kreisvorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit.
Sicherlich hat die gute Zusammenarbeit mit der Regionalgschäftsstelle, in persona Helmut und Silke, die auch als Schriftführer im Kreisvorstand tätig war, die Arbeit des Kreisvorstandes gerade in administrativen Fragen erleichtert.
Bleibt dem neuen Kreisvorstand noch eine glückliche Hand bei der Führung des Kreisverbandes durch die anstehenden Wahlen zu wünschen und gehen wir davon aus das diese Wahlen in Thüringen auch ein positives Signal für unser Land setzen.